Es war einmal ein Zwirnknopf

Oktober 04, 2016

Durch Zufall bin ich über den "Zwirnknopf-Workshop" von der lieben Heike (Ringlotte) gestoßen. Diese Zwirnknöpfe kenne ich ja schon aus meiner Kindheit, da wir diese bei uns zu Hause (vorwiegend) an der Bettwäsche hatten. Bis vor Kurzem war ich mir gar nicht mal im Klaren darüber, wie so ein Knopf - damals, wie auch heute - entstanden ist und deswegen war ich total gespannt auf den Workshop.
 
Und da viele Dinge zu zweit auf jeden Fall lustiger sind, als alleine, hab ich gleich die liebe Jenny "eingepackt" und zum Workshop mitgenommen.
 
Bei der eigentlich Fahrt nach Graz wurden einige Erinnerungen in mir wach, habe ich doch 6 Jahre lang in Graz studiert und gelebt. Deshalb war es für mich auch richtig einfach die Räumlichkeiten der lieben Tina (Ernas Enkelin) direkt am Schillerplatz zu finden, in dem der Workshop abgehalten wurde.
 
 
So wie uns Heike beschrieben hat, werden diese Knöpfe grundsätzlich ja gar nicht mehr hergestellt und kaum verwendet, aber es gibt Leute, wie zB Sabine Krump, die schon mehrere Bücher darüber geschrieben hat, damit dieses tolle Handwerk eigentlich nicht ganz in Vergessenheit gerät.
 
 
Der Materialbedarf bzw. Verbrauch für solche Knöpfe ist nicht wirklich hoch. Grundsätzlich benötigt man bestimmte Ringe (bei unserem Workshop hatten wir KFZ-Dichtungsringe) und ein passendes Garn (Häkelgarn) für das "Wickeln".
Bei dem Workshop haben wir ein gut aufgebautes Skriptum erhalten, damit man die einzelnen Schritte zum fertigen Zwirnknopf auch später noch gut nachvollziehen kann.
 

Man beginnt einen Zwirnknopf, in dem man das Garn zuerst auf den jeweiligen Ring "aufschlägt". Hier kann man bereits bei der Anzahl der Aufschläge und natürlich bei den einzelnen Farben den Grundstein für viele unzählige Farb-/Muster-Kombinationen legen.
 
 
 
 Nach dem Aufschlagen, werden die Knöpfe mit einer Nadel bzw. mit Knoten "abgenäht". Anhand der nächsten 3 Bilder sieht man tolle Knöpfe, die Heike in der Vergangenheit gemacht hat.  


 
Durch viel, viel Übung und Geduld können daraus Knöpfe auf vielfältige Art und Weise entstehen. Auch der Verwendungszweck der Knöpfe kann ganz unterschiedlich sein. Heike hat zB einen großen Zwirnknopf - aufgefädelt auf einer Kette - am Hals getragen. Ich könnte mir vorstellen, diese Knöpfe als "kleines Accessoire" auf den Kleidern meiner Mädchen anzubringen.



Auf jeden Fall wurde ganz intensiv gewerkelt. Mit dabei waren neben Heike noch Jenny (die von Wien sicherlich am weitesten angereist war) Christina, Gabi, Rosemarie, Claudia, Anita und Jenny und ich.





Schlussendlich hatten wir am Ende der Workshop-Zeit einiges gemacht und ich finde es wahnsinnig toll, wie individuell jeder einzelne Knopf doch geworden ist.

 
 
Mir hat es auf jeden Fall in dieser netten, kleine Runde viel Spaß gemacht und wer weiß, vielleicht kann ich euch ja bald einen Knopf in Verwendung auf einem Kleidungsstück zeigen.

Lieben Gruß,
Esther


Was: Zwirnknopf-Workshop der lieben Heike (Ringlotte)
Wann: 16. September 2016
Wo: Ernas EnkelinVerlinkt: Create in Austria, Dienstagsdinge, Creadienstag

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6 Kommentare

  1. Der Workshop war voll nett und Du hast das so schön beschrieben, wie die Knöpfe entstehen. Ein feiner Beitrag, dank Dir dafür! lg, Gabi

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    1. Vielen Dank für deinen netten Kommentar. LG, Esther

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  2. Ach, wie toll!
    Ich war schon einige MAle bei Frau Fidler in Gmünd. Aber nur zum Einkauf ;-) Selbst machen ist einfach noch viel, viel Toller!

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    1. Ja und man muss aufpassen: angeblich kann es auch "süchtig" machen. LG, Esther

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  3. Bei Maria Fiedler war ich auch.. sie hat uns alles gezeigt und meiner Tochter auch ein paar Rohlinge mitgegeben (während ich eingekauft habe) - die Knöpfe sind noch nicht ganz herzeigbar.
    Leider hat Frau Fiedler, das Knöpfe machen jetzt bleiben lassen. Umso schöner, wenn es woanders wieder auflebt.
    LG Birgit

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    1. Es ist spannend zu entdecken, dass eigentlich "handwerkliche Fähigkeiten", von denen man glaubt, dass sie ausgestorben sind, dann doch wieder wo anders aufleben. Danke für deinen Besuch auf meinem Blog. LG, Esther

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